Halbinsel Rosnæs (Dänemark)

Die Situation in Dänemark

Wie in Schleswig-Holstein ist auch in Dänemark die Rotbauchunke in den letzten 30 Jahren stark zurückgegangen. So reduzierte sich die Zahl der Laichgewässer von 1974 bis 1980 von 40 auf 10. Ab 1980 wurde in Dänemark mit einem gezielten Habitat- und nachfolgend auch einem Populationsmanagement begonnen. In einigen Gebieten, etwa auf kleinen dänischen Inseln sind geeignete Habitate nicht ausreichend vorhanden oder nicht herstellbar. In solchen Situationen ist die Etablierung von Reservepopulationen (= genetisches Reservoir) als Spiegel der zu sichernden Spenderpopulation eine geeignete Strategie. Dabei wird die Population eines kleinen Gebietes an anderer, besser geeigneter Stelle gesichert. Mit dieser Strategie wurden sechs Rotbauchunken-Populationen in Dänemark in einem ersten LIFE-Projekt von 1999 bis 2003 gesichert (LIFE99NAT/DK/006454).

Ziel

Ziel ist es, den Erhaltungszustand der Rotbauchunke in Dänemark weiter zu verbessern. Dazu soll mit den genetischen Untersuchungen das Konzept der Spiegelpopulationen überprüft werden. Dazu muss das Lebensraumangebot für die Rotbauchunke weiter verbessert werden. In den dänischen Gebieten wird jeweils eine Lebensraumkapazität von 350 bis 500 erwachsenen Tieren angestrebt. Für eine der kleinsten Populationen wird eine Spiegel- bzw. Reservepopulation aufgebaut.

Maßnahmen

Ggf. sollen weitere Aussetzungen in den Spiegelpopulationen erfolgen. Für die siebente noch nicht gespiegelte Population der Insel Enø wird eine Spiegelpopulation aufgebaut. Als Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraumes sollen 10 ha Ackerland erworben, 32 Gewässer und 32 Winterquartiere angelegt werden. Zur dauerhaften Pflege der Gewässerstrukturen sollen Zäune, Tierunterstände und –fänge gebaut werden sowie 26 Robustrinder oder –pferde erworben und in einigen der Projektgebiete eingesetzt werden.