Die Situation in Schweden

Kleingewässer bei Frederiksberg (Schweden)

Der in Mitteleuropa anhaltende Rückgang der Populationen der Rotbauchunke (Bombina bombina) ist am Nord- und Nordwestrand des Verbreitungsgebietes in den letzen Jahrzehnten besonders stark gewesen. Im Zuge dieses Rückganges ist die Rotbauchunke in Schweden in den 1960er Jahren ausgestorben.

In den 1970er Jahren sind Rotbauchunken unbekannter Herkunft in einem Gebiet illegal ausgesetzt worden. Die Population galt als ausgestorben, als 1983 mit einem offiziellen Wiederansiedlungsprogramm begonnen wurde. Aus dänischen Populationen wurden Jungunken in 4 Regionen in Südschweden ausgesetzt. Parallel dazu wurden umfangreiche Maßnahmen zur Habitatverbesserung durchgeführt. In drei Gebieten haben sich die neu gegründeten Populationen nicht gut entwickelt. Nur in Zentral-Schonen in Frederiksberg war es anders: Die dortige Population ist zuerst langsam angewachsen. Nach einer weiteren Aussetzungsaktion von Rotbauchunken aus Dänemark ist die Population dann plötzlich rapide angewachsen und hat zahlreiche Gewässer in der Umgebung besiedelt. Heute besteht diese Population aus mehr als 3000 Tieren.

Ziele

Die schwedischen Projektpartner sind insbesondere an den Ergebnissen der genetischen Untersuchungen interessiert, z.B. ob die so erfolgreiche schwedische Population besondere genetische Ausstattungsmerkmale aufweist. Außerdem soll geklärt werden aus welchen Populationen sich Gene etabliert haben. In einem künftigen Populationsmanagement könnten dann noch gezielt fehlende Gene über Tiere aus einer dafür geeigneten Population eingeführt werden.

Maßnahmen

Geplant sind Bebrobung und Untersuchung der Genetik von 4 Populationen in den Gebieten Mölle, Frederikberg, Skoshuset und Bäckhalladalen.